Dateien und Dienste

/usr/local/bin/pss

Ausführbare Datei.

/opt/pss/config/pss.properties

Globale Einstellungen, Protokolle, Ordnerpfade usw. Nach Änderungen den Dienst neu starten.

/opt/pss/config/pss.json

Haupt-Einstellungsdatei. Wird automatisch erstellt und aktualisiert. Beim Start versucht der Dienst, genau diese Datei zu laden.

/opt/pss/config/pss_back.json

Sicherungskopie der vorherigen funktionierenden Konfiguration. Wird durch die Aktion Einstellungen wiederherstellen in der Weboberfläche automatisch gespeichert und als erste Ausweichoption verwendet, wenn die Haupt-pss.json nicht ausgewertet werden kann.

/opt/pss/config/pss_default.json

Standard-Einstellungsdatei. Wird mit dem Paket ausgeliefert und als letzte Ausweichoption verwendet, wenn weder die Haupt-pss.json noch pss_back.json geladen werden können. Aus ihr wird auch beim allerersten Start die betriebsbereite pss.json erzeugt: Die Datei legt den Port der Weboberfläche 8808 sowie das Konto admin / admin fest.

/opt/pss/config/bad/

Archiv beschädigter pss.json-Dateien. Wenn die Haupt-Einstellungsdatei beim Start nicht ausgewertet werden kann, wird sie mit einem Namen der Form pss_YYYYMMDD_HHMMSS.json hierher verschoben. Das Verzeichnis wird automatisch erstellt. Näheres siehe Abschnitt Verhalten beim Start und bei Konfigurationsfehlern.

/opt/pss/data

Ordner zur Datenablage. Wird automatisch erstellt und aktualisiert. Kann in der Datei mit den globalen Einstellungen geändert werden.

/usr/lib/systemd/system/pss.service

systemd-Unit-Datei des Dienstes.

/var/log/pss

Ordner für die Protokollausgabe. Kann in der Datei mit den globalen Einstellungen geändert werden.

Der Dienstname lautet pss. Wird unter dem Benutzer pss ausgeführt.

Während der Installation wird das begleitende Paket aksusbd des Schutzsystems installiert; es enthält die Dienste hasplmd und aksusbd.

Verhalten beim Start und bei Konfigurationsfehlern

Beim Start versucht der Dienst nacheinander, die Einstellungsdateien aus dem Ordner /opt/pss/config zu laden:

  1. pss.json — Haupt-Einstellungsdatei.

  2. pss_back.json — Sicherungskopie der vorherigen funktionierenden Konfiguration.

  3. pss_default.json — mit dem Paket ausgelieferte Standardeinstellungen.

Es wird die erste erfolgreich geladene Datei verwendet. Wenn alle drei Dateien fehlen oder beschädigt sind, startet der Dienst mit leeren Einstellungen; in diesem Fall sind eine manuelle Bearbeitung des Administratorpassworts und ein Neustart erforderlich.

Strukturell beschädigte Einstellungsdatei. Wenn pss.json einen JSON-Syntaxfehler, unbekannte Schlüssel, einen falschen Werttyp oder eine Verletzung der Eindeutigkeit enthält (zum Beispiel zwei Streams mit derselben id), verschiebt der Dienst die beschädigte Datei in das Archiv /opt/pss/config/bad/ unter dem Namen pss_YYYYMMDD_HHMMSS.json (Datum und Uhrzeit des Starts). Danach setzt der Dienst seine Ladeversuche in der üblichen Reihenfolge fort und speichert die funktionierende Konfiguration aus pss_back.json oder pss_default.json erneut in pss.json. Die Einzelheiten (Schlüsselname, Fehlerbeschreibung, Dateiname im Archiv) werden in das Betriebsprotokoll geschrieben.

In das Archiv gelangt nur die Haupt-pss.json. Die Dateien pss_back.json und pss_default.json werden bei Beschädigung nicht archiviert — die Protokolleinträge reichen für die Diagnose aus, und die Dateien selbst bleiben an ihrem Platz und können manuell korrigiert werden.

Wenn zum Zeitpunkt des nächsten Ladens in /opt/pss/config/bad/ bereits eine Datei mit demselben Zeitstempel vorhanden ist (zum Beispiel bei schnellen Neustarts innerhalb derselben Sekunde), wird sie überschrieben.

Numerische Werte außerhalb des zulässigen Bereichs. Wenn in der Einstellungsdatei ein numerischer Wert vorkommt, der kleiner als der zulässige Mindestwert oder größer als der zulässige Höchstwert für diesen Parameter ist, verwirft der Dienst die Datei nicht vollständig. Stattdessen wird eine Warnung in das Protokoll geschrieben, die den Parameternamen, den gelesenen Wert und die angewendete Grenze angibt, und der Wert selbst wird auf die nächstgelegene zulässige Bereichsgrenze (den Mindest- oder Höchstwert) gesetzt. Nach Abschluss des Ladevorgangs speichert der Dienst pss.json automatisch mit den bereits korrigierten Werten erneut, sodass diese Warnungen beim erneuten Start nicht mehr erscheinen.

Dieses Verhalten gilt nur beim erstmaligen Laden der Einstellungsdatei. Beim Ändern der Einstellungen über die Weboberfläche oder die externe API werden Werte außerhalb des zulässigen Bereichs weiterhin mit einem Fehler abgelehnt — ohne automatische Korrektur.