Erster Start und Aktivierung¶
Temporäre Aktivierung und Start¶
Die temporäre Version begrenzt die Anzahl der Streams nicht. Nach der Installation ist der Dienst pss inaktiv, da für den Start eine Aktivierung erforderlich ist. Für die temporäre Aktivierung das Skript ausführen:
$ /opt/pss/tools/activate.sh
Der Dienst pss wird gestartet und für den Autostart eingerichtet. Dem Skript kann der Pfad zu einer Lizenzdatei übergeben werden; ohne Argument wird die mitgelieferte Testlizenz angewendet. Die Datei selbst wendet das Dienstprogramm pss_lic an, das auch alle übrigen Operationen am Schlüssel ausführt — siehe PSS Lic Perfect Streamer Toolkit v2.1 — Lizenz des Knotens.
Prüfen, ob der Dienst gestartet ist:
$ systemctl status pss
Lesen Sie bei Problemen das Protokoll des Dienstes. Wo es liegt und warum die Ursache dafür, dass der Dienst gar nicht erst hochgefahren ist, im Systemjournal und nicht in der Datei zu suchen ist, beschreibt Protokoll des Dienstes.
Anfangseinstellungen¶
Über einen Browser mit der Weboberfläche verbinden:
http://host:8808
Benutzername: admin
Passwort: admin
Es sind zwei Weboberflächen verfügbar: die neue (Haupt-)Oberfläche unter dem Pfad /admin und die klassische unter dem Pfad /classic.
Standard-Ports der Dienste:
Dienst |
HTTP |
HTTPS |
|---|---|---|
Weboberfläche und HTTP API |
8808 |
43981 |
OTT-Auslieferung (HTTP-Server) |
43972 |
43982 |
EPG-Server |
43973 |
43983 |
Unmittelbar nach der Installation ist nur der HTTP-Port der Weboberfläche verfügbar — 8808. Er ist in der mitgelieferten Datei pss_default.json festgelegt, aus der beim ersten Start die betriebsbereite pss.json erzeugt wird; weitere Dienste beschreibt diese Datei nicht, daher werden die übrigen Ports der Tabelle erst nach der Konfiguration des jeweiligen Dienstes geöffnet und HTTPS erst nach dem Aktivieren von TLS und der Installation eines Zertifikats. Fehlt der Schlüssel web-server.bind-port in den Einstellungen, verwendet der Dienst den eingebauten Ersatzwert 43971.
Unbedingt Login und Passwort des Administrators ändern — in der Administratorliste der Weboberfläche. Den Konten werden Rollen zugewiesen: Admin (Vollzugriff), Restricted admin (Anzeigen und Pausieren von Streams), Viewer (nur Anzeigen).
Bei Bedarf den Port der Weboberfläche ändern — in den Einstellungen des Webservers. Ein Neustart des Dienstes ist dafür nicht nötig: Er schließt den bisherigen Port selbst und öffnet den neuen, die bestehende Verbindung bricht daher ab, und man verbindet sich danach über den neuen Port.
Angaben zur geltenden Lizenz zeigt der Bildschirm Lizenz.
Dauerhafte Aktivierung¶
Das Schutzsystem unterstützt Software- (SL) und USB- (HL) Schlüssel. Aktiviert wird auf eine von zwei Arten: auf dem Bildschirm „Lizenz“ der Weboberfläche (Lizenz) oder von der Konsole aus mit dem Dienstprogramm pss_lic (PSS Lic Perfect Streamer Toolkit v2.1 — Lizenz des Knotens). Nachfolgend ist der Weg über die Konsole beschrieben — er hängt nicht davon ab, ob die Weboberfläche erreichbar ist, und erlaubt es, den benötigten Schlüssel anzugeben, wenn es mehrere gibt.
Die C2V-Daten für die Aktivierungsanfrage exportieren und die Datei an den Anbieter senden:
$ /opt/pss/tools/pss_lic c2v --out host.c2v
Die vom Anbieter gesendete V2C-Datei anwenden und den Dienst neu starten:
$ /opt/pss/tools/pss_lic apply --in license.v2c $ sudo systemctl restart pss
Die Aktivierungsdaten auf dem Bildschirm Lizenz prüfen.
Sieht der Knoten mehrere Schlüssel, muss im ersten Schritt der gewünschte angegeben werden — siehe Export der Daten für den Anbieter.
Der Schlüssel wird beim Start des Dienstes gewählt, und im laufenden Betrieb kommt der Dienst auf diese Wahl nicht zurück. Ein angeschlossener USB-Schlüssel wird deshalb sowohl bei aktiver Testlizenz als auch nach deren Ablauf erst ab dem nächsten Start verwendet: Der Dienst muss über die Weboberfläche oder mit sudo systemctl restart pss neu gestartet werden.
Wenn die Jahres- oder Testlizenz abläuft¶
Den Ablauf kündigt der Knoten im Voraus an: Zwei Wochen vor dem Ende der Frist löst er einen Alarm aus, und wenn die Frist abgelaufen ist, stuft er ihn auf „erfordert Administrator-Eingriff“ hoch und hält den Dienst selbst an. Der Dienst kommt nicht wieder hoch, solange keine gültige Lizenz auf dem Knoten liegt; ein Versuch, ihn von Hand neu zu starten, bringt daher nichts.
Wenn der Dienst pss nicht startet, den Befehl eingeben:
$ journalctl -u pss -n 20
Der folgende Fehler bedeutet, dass die Lizenz von Perfect Streamer abgelaufen ist:
LDK Protection System: Feature has expired (H0041)
Auf eine als nicht echt erkannte Lizenz antwortet der Knoten ebenso: Er stoppt den Dienst, und dieser kommt nicht mehr hoch. Im Protokoll ist das die benachbarte Zeile: Sie beginnt gleich, !!! Licensing error, doch danach ist nicht von einer abgelaufenen Frist die Rede, sondern davon, dass die Lizenz nicht als echt erkannt wurde. Diese beiden Ablehnungen sind am Text zu unterscheiden und nicht am Zeilenanfang; bei der zweiten hilft nur, eine echte Lizenz auf dem Knoten zu installieren (Lizenz, PSS Lic Perfect Streamer Toolkit v2.1 — Lizenz des Knotens).